Im Projekt „Media Art Lab“ haben wir uns 2026 intensiv mit dem Thema Medienkunst, kreatives Coding und digitale Gestaltung auseinandergesetzt. Die Kurse gingen über die reine Auseinandersetzung mit Kreativität und Medien hinaus: Sie griffen die Interessen der Jugendlichen auf, boten Reflexion über die eigene Lebensrealität, schufen Freiräume zum Ausprobieren und Ausdrücken, machten sie zu Forschenden und Gestaltenden der Gegenwart bzw. Zukunft und förderten die demokratische Teilhabe im Stadtteil.
Folgende vier Kurse haben im Rahmen des „Media Art Lab“ stattgefunden:
Kurs 1: Interactive Gaming
Gaming einmal anders: In diesem Kurs entwickelten die Kinder und Jugendlichen ihre eigenen interaktiven Spiele und Geschichten. Sie haben gelernt, wie spannende Geschichten entstehen, wie Entscheidungen den Verlauf verändern und wie daraus echte Computerspiele werden. Mit einfachen Tools wie Twine und Delightex haben die Teilnehmenden zunächst interaktive textbasierte Games und später auch erste 3D-Abenteuer gestaltet.
Hier geht es zu den entstandenen Spielen:
- Unmögliche Obby
- Achtung Auto
- Welt
- Cooles Klick Spiel
- Verrat
- Verlorener Wald
- Auto
- Chaos
- Jump Park
- Meer
- Fredericos Welt
- No Way Out






Kurs 2: This is me: 3D-Design & Handwerk
Kreativität trifft Technik: Gemeinsam gestalteten die Kinder und Jugendlichen Figuren, die etwas über sie selbst erzählten. Mit digitalen Tools wie Tinkercard erstellten die Teilnehmenden eigene 3D-Modelle. Gleichzeitig wurde mit klassischen Handwerkstechniken gearbeitet. Mit Säge, Raspel und Feile entstanden eigene Objekte und Kunstwerke aus Holz. So wurden digitale und analoge Techniken verbunden mit Kunst, Handwerk und Fantasie.






Noch mehr Eindrücke gibt’s in unserem Video-Rückblick.
Kurs 3: Rocket Mission
Im Kurs „Rocket Mission“ tauchten die Jugendlichen in die faszinierende Welt der Raumfahrt ein und wurden selbst zu Ingenieur*innen und Astronaut*innen. Ausgehend von einer spannenden Rettungsmission im Spiel „Kerbal Space Program“ planten, konstruierten und steuerten sie eigene Raketen, um den gestrandeten Astronauten Bob Kerman sicher nach Hause zu bringen. Dabei lernten sie spielerisch die Grundlagen der Raketentechnik, Physik, Programmierung, Elektronik und Raumfahrt kennen.
Die Jugendlichen entwickelten eigene Steuerungssysteme auf Basis des Raspberry Pi Pico. Sie entwarfen ihre Steuerkonstruktionen selbst in Tinkercad und bauten diese anschließend aus Holz zusammen. Dafür mussten sie ihre Steuergeräte selbst mit MicroBlocks programmieren.
Am Ende des Kurses gab es drei Gruppen mit eigenen Steuergeräten. In der letzten Unterrichtsstunde führten wir gemeinsam eine kooperative Mondmission durch. Dabei übernahm jede Gruppe, genau wie im echten Leben, eine andere Aufgabe, ähnlich wie im Mission Control Center der NASA in Houston. Einige waren für die Telemetrie verantwortlich, andere steuerten die Rakete oder überwachten die Sicherheitssysteme wie den Startabbruch (Abort) oder die Fallschirme. Am Ende gelang es uns sogar, sicher auf der Mondoberfläche zu landen, auch wenn wir nicht ganz in der Nähe des gestrandeten Astronauten aufsetzten.
Innerhalb dieses Kurses haben die Jugendlichen nicht nur viel über Raumfahrt gelernt, sondern auch erlebt, wie komplex reale Weltraummissionen sind. Sie erfuhren, wie wichtig eine gute Planung beim Bau eines Steuergeräts ist und wie viel Aufwand in der Programmierung, Konstruktion und Vorbereitung steckt. Ich glaube, dass nicht nur wir als Kursleiter, sondern auch alle Teilnehmenden riesigen Spaß an diesem Projekt hatten.






Weitere Highlights und Eindrücke findet ihr in unserem Video-Rückblick.
Kurs 4: Code Art: Kunst trifft Code, Film und VR
Interaktive Kunst programmieren, Stop-Motion-Filme drehen und eine eigene Ausstellung gestalten: Das konnten Kinder und Jugendliche im dreitägigen Kurs „Code Art“. Mit digitalen Tools und analogen Materialien entstanden eigene Kunstwerke – von blockprogrammierten Bildern und Animationen bis hin zu interaktiven Arbeiten. Gemeinsam stellten die Teilnehmenden daraus eine Ausstellung zusammen, die analoge, digitale und interaktive Kunst miteinander verband. Zum Abschluss präsentierten sie ihre Werke in einer kleinen Vernissage für Eltern, Familie und Gäste.






Einen kleinen Eindruck findet ihr auch dazu in unserem Video-Rückblick.
Hintergrund
Das Projekt „Media Art Lab“ wurde federführend realisiert vom SIN – Studio im Netz und finanziert über das Förderprogramm „Kultur macht stark“ (Bündnis für Bildung: „Labs4Future“). Weitere Bündnispartner waren das JFF – Institut für Medienpädagogik und das Bildungslokal Freiham (Referat für Bildung und Sport der Stadt München).
Geleitet wurden die Kurse von Florian Lohmann zusammen mit Sarah von Tietzen, Jonas Lemperle, Attila Strba und Lukas Wolpert.
